
Fachkraft – warum?
Mehr Sicherheit mit einem zertifizierten Elektriker
Sie möchten ein Haus bauen? Sie haben nicht genügend Steckdosen? Ihre Sicherung macht ständig schlapp? Sie möchten einen neuen Herd anschließen? In solchen Fällen sollten Sie niemals auf die Hilfe eines Elektrikers verzichten, insbesondere wenn es wie beim Herd um Starkstrom geht. Wer hier am falschen Ende spart, könnte es mit seinem Leben bezahlen. Natürlich gibt es auch in dieser Branche einige schwarze Schafe, die durch unsachgemäße Arbeiten Ihre Sicherheit gefährden und da man selbst oft nicht genügend von der Materie versteht, ist es nicht immer leicht, Pfusch auf den ersten Blick zu erkennen. Deshalb soll im folgenden das Berufsbild etwas näher beleuchtet und auf Qualitätsmerkmale eingegangen werden:
Zunächst einmal gibt es offiziell gar keine Elektriker. Die korrekte Berufsbezeichnung lautet seit 2004 „Elektroniker“. Dabei wird zwischen den Bereichen Industrie und Handwerk unterschieden, innerhalb derer sind weitere Spezialisierungen möglich, zum Beispiel auf Energie- aber auch Informationstechnik. Grundlegende Aufgaben eines jeden Elektronikers sind die Installation, Wartung und Reparatur elektrischer Anlagen und Betriebsmittel, Montagearbeiten (zum Beispiel Leuchten, Schaltkästen) sowie das Verlegen von Leitungen. Dieser Beruf ist körperlich sehr viel anspruchsvoller, als man es als Laie vermuten würde: Arbeiten in großer Höhe aber auch in kleinen dunklen Räumen gehören dazu.
Und woran erkennen Sie nun einen guten Elektriker? Ein Profi wird sich in jedem Fall Zeit für eine ausführliche (kostenlose!) Beratung nehmen und wenn es nötig wird, zum Beispiel bei der Installation von Leitungen, einen Termin für eine Ortsbegehung mit Ihnen vereinbaren. Das ist für Sie eine gute Gelegenheit, ihm ein bisschen auf den Zahn zu fühlen (die korrekte Berufsbezeichnung kennen Sie ja jetzt) und sich nach seiner Ausbildung zu erkundigen. Ein Kostenvoranschlag sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Die beliebte Heimwerker-Devise „Was nicht passt, wird passend gemacht gilt nicht für Strom. Hervorstehende Steckdosen, überputzte Klemmen oder Drahtknäuel sind absolute No-Gos.
Geräteschutz
Viele Elektronikschäden resultieren aus Überspannungen bzw.elektrostatischen Stromspitzen. Sie sind mit Abstand die häufigsten Schadensursachen, öfter noch als Bedienfehler und Fahrlässigkeiten.
Überspannungen sind alle Spannungen, die den Grenzwert der Netzspannung kurzfristig überschreiten. Überspannungen können jedoch nicht nur im 230 V – Netz auftreten, sondern auch über Telefon- oder Antennenleitungen in die angeschlossenen Geräte gelangen.
Überspannungen treffen zuerst die empfindlichen Systemteile. Die winzigen, elektronischen Schaltkreise auf Platinen, Motherboards, Netzwerkkarten usw. können keine zusätzlichen Strom- und Spannungsspitzen verkraften. Ohne einen wirksamen Schutz zerstören die Überspannungen empfindliche elektronische Bausteine in den Schaltkreisen der angeschlossenen Geräte.
Ursache der Überspannungen können z.B. Schaltimpulse starker Motoren, Schweißgeräte oder sonstige Elektrogroßgeräte sein. Die gefährlichsten Ursachen sind sehr hohe Spannungsspitzen, die durch indirekte Blitze ausgelöst werden. Sie bedeuten das sichere Ende ungeschützter Elektrogeräte.
Stromstöße gelangen ebenfalls durch indirekte Blitze in gewaltigen Stromstärken ins Stromnetz oder erreichen über die Telefon- und Antennenleitung Computer-Anlagen, Video-, Heimkino- oder Hifi-Geräte und zerstören diese Geräte ohne entsprechenden Schutz.
Den Schutz vor Überspannungen und elektromagnetischen Stromspitzen (Blitzschutz etc.) kann man durch Einsatz von Geräteschutz-Produkten erreichen, die zwischen Stromversorgung (Steckdose) und Gerät Verwendung finden.
Schutzelemente, wie Varistoren und Gasableiter sind wichtige Bauteile, die dafür sorgen, dass in Sekundenbruchteilen gefährliche Überspannungen zur Erde abgeleitet werden und so die zerstörende hohe Spannung nicht zu den geschützten Geräten gelangen kann.
Wir verwenden ausschließlich Hochleistungsmodule, die mit einer Vielzahl von Produkten kombiniert werden können. Eine durchdachte Auswahl von Schutzabstufungen bietet für jeden Bedarf das richtige Produkt. Mit einer maximalen Summe von Ableitströmen von bis zu 120 000 Ampere bieten wir Ihnen mit unseren Geräten absolute Höchstleistung. Kontakt →
Überspannungsschutz – Warum?
Eine Million Blitzeinschläge pro Jahr allein in Deutschland, eine Gefahr für elektronische Systeme und Geräte selbst in 1,5 Kilometer Entfernung. Hier bieten die neuen Überspannungsschutzgeräte für Industrie und Zweckbauten ein umfassendes Schutzprogramm gegen Überspannungen durch Schalten und Blitzeinschläge; exakt abgestuft in die Schutzklassen B, C und D; lückenlos, vom Hauptverteiler bis zur Steckdose. Der äußere Blitzschutz allein reicht für einen kompletten Schutz nicht aus! Er schützt vor Brand und anderen Gebäudeschäden. Er kann jedoch nicht verhindern, dass die zerstörerische Energie eines Blitzes, der in der Nähe eines Gebäudes einschlägt, über die Leitungen ins Haus eindringt und hier einen Schwelbrand entzündet oder elektrische Geräte vernichtet.
Aber nicht nur im häuslichen Umfeld lauert die Gefahr durch Überspannungen. Gerade Unternehmen, die in hohem Maße auf eine einwandfrei funktionierende Technik angewiesen sind, tragen ein enormes Risiko. Leistungsfähige Informationssysteme bilden das Rückgrat unserer modernen Industriegesellschaft. Die Konsequenzen bei einem Ausfall dieser Systeme sind weitreichend. Im schlimmsten Fall können sie zum Konkurs eines Industrie- oder Dienstleistungsunternehmens führen.
Die Störungsursachen in Informationssystemen können vielfältig sein. Die Zahlen der Elektronikversicherer sind besorgniserregend: Mehr als 30% aller Schadensfälle werden durch Überspannungen infolge elektromagnetischer Beeinflussungen verursacht.
Zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Funktion elektrischer und elektronischer Systeme wurde deshalb das “Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten (EMVG)” erarbeitet, das mit Wirkung vom 1.1.1996 in Kraft getreten ist.
Der heutige Stand der Technik ermöglicht den Aufbau eines wirksamen Schutzsystems für Anlagen und Systeme gegen die Auswirkungen von Blitzentladungen und Überspannungen unterschiedlichen Ursprungs.
Fehlerstrom-Schutzschalter ( FI )
Ein weiterer Punkt zum Thema Sicherheit bei der Benutzung von Strom: Fehlerstrom-Schutzschalter
( FI ) retten Leben.
Übliche Haushaltssicherungen allein reichen nicht aus, um Menschenleben gegen Stromschläge zu schützen. Fehlerstrom-Schutzschalter ( FI-Schutzschalter oder RCD ) dagegen lösen sehr schnell und bereits bei kleinen Fehlerströmen aus und schalten den überwachten Strombereich sofort aus.
Technisch gesehen basiert ein Fehlerstrom-Schutzschalter auf dem Vergleich der Stromstärken, welche zu und von einem zu überwachenden elektrischen Gerät fließen. Sind diese nicht exakt gleich, liegt also ein “Fehlerstrom” vor, so werden automatisch alle angeschlossenen Leitungen unterbrochen.
FI-Schutzschalter werden mit einem Nennfehlerstrom von 10, 30, 100, 300, 500 mA oder 1 A auf dem Markt angeboten. Nur bei hochempfindlichen Schutzschaltern mit einem Auslösestrom von 10 oder 30 mA wird das Bestehenbleiben einer gefährlichen Berührungsspannung sicher verhindert. Sie sind daher als Maßnahme zum Schutz von Personen sehr zu empfehlen.
Wir verwenden in unserer Produktpalette für Haushalte grundsätzlich nur hochempfindliche
Schutzschalter mit einem Auslösestrom von 30 mA. Fehlerstrom-Schutzschalter sind im heutigen
Haushalt nicht wegzudenken, wenn Strom mit Wasser in Kontakt kommen kann, z.B. im Bad, in
Feuchträumen, bei Pumpen von Aquarien oder Gartenteichen, wenn ein hohes Risiko besteht, dass
Stromleitungen beschädigt werden – etwa in Werkstätten, auf dem Bau, bei Rasenmähern,
Kettensägen oder Heckenscheren, wenn der Benutzer die Gefahren des Stroms nicht einschätzen
kann, z.B. im Kinderzimmer sowie überall dort, wo Personen durch unsachgemäßen Gebrauch, oder
auch versehentlich in Kontakt mit elektrisch leitenden Materialien kommen können, z.B. beim
Austausch einer Glühbirne.
Stromschlag – Was tun?
Kinder werden von Steckdosen und elektrischen Geräten geradezu magisch angezogen. Und viele Stromquellen sind nicht kindersicher. Was kann man tun, wenn beispielsweise einem Familienangehörigen oder Bekannten ein Stromschlag trifft?
Unfälle mit elektrischem Strom sind besonders gefährlich, wenn Wasser mit im Spiel ist. Wenn zum Beispiel der Boden nass ist oder ein Haartrockner in die Badewanne fällt. Überhaupt gehören Elektrogeräte, die durch einen Netzstecker mit Strom versorgt werden, nicht in die Nähe von Badewannen oder Waschbecken.
So ein Radio mit Netzstecker auf dem Regal über der Badewanne ist sehr gefährlich. Deshalb besser batteriebetriebene Geräte benutzen. Die meisten Stromunfälle passieren im Haushalt. Blitzschläge sind im Vergleich dazu recht selten.
Bei einem Stromschlag kann der Muskel verkrampfen. Die Hand, die den Gegenstand hält, der den Stromschlag ausgelöst hat, kann dann nicht mehr loslassen. Dabei können Herzrhythmus-Störungen auftreten. Das Herz flimmert und es wird weniger oder kein Blut mehr im Körper transportiert.
Dieser Zustand kann nach wenigen Minuten zum Tod führen. Eine weitere Gefahr bei Stromschlägen sind Verbrennungen. Dabei kann sich hinter unscheinbaren äußeren Brandwunden eine viel schwerere innere Verletzung verbergen.
Was im Ernstfall tun? Erst einmal keine Panik, denn die kann alles noch schlimmer machen. Man muss sofort den Stromkreis unterbrechen: Stecker des betreffenden Gerätes ziehen oder Sicherung ausschalten. Der größte Panikfehler ist, das Stromopfer gleich mit den Händen wegzuziehen. Dann fließt der Strom auch durch den eigenen Körper.
Ist es nicht möglich den Stromkreis sofort zu unterbrechen, muss man das Opfer mit einem schlecht leitenden, trockenen Gegenstand von der Stromquelle entfernen. Das kann ein Besenstiel, Holzstuhl, Ledergürtel oder Handtuch sein. In der allergrößten Not kann man das Opfer auch mit einem kurzen Tritt von der Stromquelle entfernen. Das ist weniger schlimm als der Strom.
Dann sofort den Notarzt rufen, auch wenn keine sichtbaren Verletzungen vorhanden sind. Wunden mit sauberen Tüchern oder Verbänden bedecken. Bei Herz- und Atemstillstand direkt mit Mund-zu-Nase-Beatmung und Herzmassage beginnen, wenn man das kann.
Bei jeder Stromverletzung sollte man einen Arzt aufsuchen, denn manchmal treten Herzrhythmus-Störungen erst später auf. Damit erst gar kein Unfall passiert, sollte man die Wohnung oder das Haus rechtzeitig auf mögliche Gefahrenquellen überprüfen. Auch die Steckdosen sollten alle mit einer Kindersicherung versehen sein, wenn kleine Kinder im Haushalt sind.



